Öko Schmuck

Umweltverträglicher und nachhaltiger Schmuck

In der Geschichte der herkömmlichen Schmiedekunst wurde nur selten auf die Umwelt Rücksicht genommen oder eine soziale Verantwortung reflektiert. Umso mehr setze ich mir das Ziel in meiner Werkstätte öko-freundlich und nachhaltig zu arbeiten.

Gold- und Silberabbau ist heutzutage eine der destruktivsten Abbauarten für das Ökosystem. Umso mehr freut es mich, dass ich meinen Metallbedarf zu 100% aus recyceltem Schmuck von österreichischen Raffinerien beziehe. 

http://www.oegussa.at/en/detailed-view/article/rjc-zertifiziertes-faires-recyceltes-gold/

Tatsächlich gibt es genügend Gold und Silber über der Erde verteilt, also bereits abgebaut, um die Schmuckindustrie für die nächsten 50 Jahre zufrieden zu stellen. Das meiste davon befindet sich allerdings in den Tresoren der Banken oder existiert in Form von altem und ungebrauchtem Schmuck. In diesem Sinne wäre es wünschenswert, wieder einen neuen Zeitgeist für Wiederverwertung und des Recycelns entstehen zu lassen.

In meiner Werkstatt wurden alle gefährlichen Chemikalien durch Salze ersetzt, die leicht durch die Zufuhr von Back-Soda neutralisiert werden können. Leider ist der Prozess des vergoldens nach wie vor auf chemische Prozesse zurückzuführen.

Jedes Jahr reise ich nach Indien, um jeden einzelnen Stein persönlich auszusuchen, mit dem ich mich dann näher beschäftige und arbeite. Die Tätigeit als Steinmetz und Steinschleifer sind in Indien meistens nur Hindus und Muslimen der unteren Kasten (sozialen Klassen) vorbehalten, die jedoch außerordentlich professionell und gewandt arbeiten. Üblicherweise werden sie schlecht bezahlt und haben meist keinen Kontakt zu den Endkonsumenten. Da ich umgangssprachlich Hindi spreche, fällt es mir leichter mit ihnen engeren Kontakt aufzunehmen und zu arbeiten.

2003 gründeten Dan, Jess und ich ein Sozialprojekt für Straßenkinder in Varanasi / Nordindien. Es ist unsere Überzeugung, dass jedes menschliche Wesen Anspruch hat, seine oder ihre Grundbedürfnisse zu stillen. Diese wären Nahrung, Liebe, Gesundheitsversorgung und Bildung. Und genau dafür steht das Projekt. Abseits von dem Projekt ist es meine Überzeugung, dass jeder Mensch Anspruch auf faire Bezahlung für faire Arbeit hat und dafür stehe ich als Goldschmied mit meiner Arbeit, auch wenn ich keine offiziellen “fair trade-Aufkleber“ besitze. Ich arbeite mit den besten Steinmetzen Indiens zusammen und erwarte mir höchste Qualität bei Material und Kunstfertigkeit. Wenn also ein Steinmetz mir ein perfektes Edelsteinstück vorlegt, kann er seinen Preis nennen, es folgt ein Handschlag, Chai wird getrunken und die Unterhaltung schwenkt vom Geschäftlichen zum Kulinarischen.

Unseren ökologischen Fußabdruck auf der Erde zu reduzieren ist ein Prozess von uns allen und ich würde mich über Anregungen und Ideen eurerseits freuen.




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